Temporäre Umnutzung der KWO Halle 10 und 12 in Berlin-Oberschöneweide — ein iterativer Genehmigungsprozess über mehrere Events, der systematisch den Weg zur dauerhaften Nutzung ebnete.
Die KWO Halle 10 und 12 in Berlin-Oberschöneweide sind Teil eines außergewöhnlichen Industrieensembles mit weltgeschichtlicher Bedeutung. Am Standort des ehemaligen Kraftwerks Oberspree ließ Emil Rathenau mit der AEG 1897 eines der ersten Drehstromkraftwerke Europas errichten — ein Pilotprojekt, das die industrielle Elektrifizierung maßgeblich voranbrachte. Die historische Energie-Infrastruktur des Standorts bildet den passenden Hintergrund für Projekte, die selbst auf Zukunft, Innovation und digitale Transformation ausgerichtet sind.
Die Hallen waren nicht als Veranstaltungsstätten konfiguriert. Jede temporäre Nutzung erforderte eine vollständige nutzungsbedingte Brandschutzprüfung — von Grund auf, jedes Mal neu.
Nicht ein Event, sondern eine Abfolge temporärer Veranstaltungen — jede als eigener Zyklus durch den Genehmigungsprozess. Jede Iteration verbesserte das Verständnis der Behördenanforderungen.
Bei denkmalgeschützten Gebäuden mit temporärer Nutzung gilt: jede Modifikation — auch kleine — löst eine neue vollständige Brandschutzprüfung aus. Das erfordert einen Projektmanager, der das System kennt.
Was als temporäre Umnutzung begann, wurde zur Grundlage einer der ungewöhnlichsten Event-Locations Berlins. MaHalla Berlin operiert heute ganzjährig — als direktes Resultat des iterativen Prozesses.
Was als temporäre Umnutzung für einzelne Veranstaltungen begann, wurde zur Ursprungsgeschichte einer der markantesten Event-Locations Berlins. MaHalla Berlin operiert heute ganzjährig — für Brand Activations, Festivals und kulturelle Produktionen. Das Projekt demonstrierte: die komplexesten regulatorischen Umgebungen, mit Methode und Geduld navigiert, können dauerhaften Wert freisetzen.
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