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MaHalla Berlin — KWO Halle beim Deutschen Digital Award 2022
Case Study · Project 01 · Digital Solutions

MaHalla
Berlin.

Temporäre Umnutzung der KWO Halle 10 und 12 in Berlin-Oberschöneweide — ein iterativer Genehmigungsprozess über mehrere Events, der systematisch den Weg zur dauerhaften Nutzung ebnete.

Delivered · 2022 Berlin-Oberschöneweide Event · Permitting · PDCA 9.000 m²
"Früher wurde hier Energie erzeugt. Heute entsteht hier Raum für digitale Entwicklung, Kommunikation und Veranstaltungskultur."

Die KWO Halle 10 und 12 in Berlin-Oberschöneweide sind Teil eines außergewöhnlichen Industrieensembles mit weltgeschichtlicher Bedeutung. Am Standort des ehemaligen Kraftwerks Oberspree ließ Emil Rathenau mit der AEG 1897 eines der ersten Drehstromkraftwerke Europas errichten — ein Pilotprojekt, das die industrielle Elektrifizierung maßgeblich voranbrachte. Die historische Energie-Infrastruktur des Standorts bildet den passenden Hintergrund für Projekte, die selbst auf Zukunft, Innovation und digitale Transformation ausgerichtet sind.

9K
m² Eventfläche
2K
Gästekapazität
11
Unique Spaces
1897
Gründungsjahr
Die Herausforderung

Denkmalschutz. Temporäre Nutzung. Regulatorische Komplexität.

Die Hallen waren nicht als Veranstaltungsstätten konfiguriert. Jede temporäre Nutzung erforderte eine vollständige nutzungsbedingte Brandschutzprüfung — von Grund auf, jedes Mal neu.

Der Ansatz

Iterativer Genehmigungsprozess. PDCA in der Praxis.

Nicht ein Event, sondern eine Abfolge temporärer Veranstaltungen — jede als eigener Zyklus durch den Genehmigungsprozess. Jede Iteration verbesserte das Verständnis der Behördenanforderungen.

Die Komplexität

Jede Änderung setzte die Uhr zurück.

Bei denkmalgeschützten Gebäuden mit temporärer Nutzung gilt: jede Modifikation — auch kleine — löst eine neue vollständige Brandschutzprüfung aus. Das erfordert einen Projektmanager, der das System kennt.

Das Ergebnis

Aus temporär wurde dauerhaft.

Was als temporäre Umnutzung begann, wurde zur Grundlage einer der ungewöhnlichsten Event-Locations Berlins. MaHalla Berlin operiert heute ganzjährig — als direktes Resultat des iterativen Prozesses.

Phase 01 · Analyse
Standortbewertung & Scope-Definition
Erste Einschätzung der KWO Halle 10 und 12. Identifikation der regulatorischen Anforderungen für die temporäre Nutzung eines denkmalgeschützten Industriegebäudes als Versammlungsstätte.
Phase 02 · Genehmigung
Behördenkoordination & Brandschutz
Mehrere Brandschutzprüfungszyklen. Jede Iteration erforderte eine vollständige Neuprüfung durch die Baubehörde. Parallele Koordination zwischen Denkmalschutz, Feuerwehr und Eventproduktion.
Phase 03 · Events
Temporäre Veranstaltungen als Lernzyklen
Mehrere temporäre Events — darunter der Deutsche Digital Award 2022 — dienten als reale Testläufe. Jede Veranstaltung lieferte Erkenntnisse für den nächsten Genehmigungszyklus.
Phase 04 · Übergabe
Fundament für dauerhafte Nutzung
Der iterative Prozess legte die Grundlage für MaHalla Berlin als permanente Event-Location — 9.000 m², 11 einzigartige Spaces, Kapazität für 2.000 Gäste.

Was als temporäre Umnutzung für einzelne Veranstaltungen begann, wurde zur Ursprungsgeschichte einer der markantesten Event-Locations Berlins. MaHalla Berlin operiert heute ganzjährig — für Brand Activations, Festivals und kulturelle Produktionen. Das Projekt demonstrierte: die komplexesten regulatorischen Umgebungen, mit Methode und Geduld navigiert, können dauerhaften Wert freisetzen.

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Explore the venue in 360° — a virtual tour by Stefan Dendorfer · Linsenspektrum.

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