TRANSPARENZ

Wissen teilen • Möglichkeiten schaffen

Mich fasziniert nicht nur die Wissenschaft selbst, sondern auch die Dimension der Zusammenarbeit: Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Disziplinen teilen ihr Wissen, entwickeln gemeinsam Technologien und arbeiten an Fragen, die niemand allein beantworten kann.

Das CERN steht für diese Form internationaler Zusammenarbeit. Hier wird an den grundlegenden Fragen unserer Welt geforscht – unter anderem mit dem Large Hadron Collider (LHC), dem Teilchenbeschleuniger, der mich bis heute begeistert.

Auch die Geschichte des World Wide Web ist eng mit CERN verbunden. Tim Berners-Lee entwickelte dort 1989 die Idee eines Systems, das den Austausch wissenschaftlicher Informationen erleichtern sollte. 1993 stellte CERN die Web-Software frei zur Verfügung. Diese Entscheidung trug wesentlich dazu bei, dass sich das Web weltweit verbreiten konnte.

Die Geschichte des World Wide Web bei CERN

Technologie entfaltet ihre Wirkung, wenn Menschen Wissen teilen, gemeinsam Neues schaffen und Zugang nicht unnötig eingeschränkt wird.

Wissen als gemeinschaftliche Aufgabe

Wikipedia führt diesen Gedanken auf eine andere Weise fort. Menschen auf der ganzen Welt erstellen, ergänzen und überprüfen gemeinsam eine frei zugängliche Enzyklopädie. Dahinter steht die Wikimedia Foundation, eine gemeinnützige Organisation, die Wikipedia und weitere Projekte für freies Wissen unterstützt.

Wissen wird dadurch nicht automatisch richtig. Es muss überprüft, eingeordnet und anhand verlässlicher Quellen nachvollziehbar gemacht werden. Gerade darin liegt für mich der Wert dieses Ansatzes: Wissen wird zugänglich, bleibt diskutierbar und kann gemeinschaftlich weiterentwickelt werden.

Wikipedia · Die Wikimedia Foundation

Ein freies und verantwortungsvolles Internet

Ein offenes Internet braucht mehr als frei zugängliche Inhalte. Es braucht Privatsphäre, Sicherheit, offene Standards, Interoperabilität und die Möglichkeit, digitale Technologien selbstbestimmt zu nutzen.

Das Mozilla Manifesto beschreibt diese Werte. Es betont unter anderem, dass das Internet offen und zugänglich bleiben, die Privatsphäre schützen und Menschen die Möglichkeit geben soll, ihre digitale Umgebung mitzugestalten.

Auch die Vision von Proton knüpft daran an. Das Unternehmen formuliert sein Ziel als Aufbau eines Internets, in dem Menschen wichtiger sind als Gewinne und die Kontrolle über das eigene digitale Leben gestärkt wird.

Diese Gedanken teile ich. Nicht als Forderung nach einer perfekten digitalen Welt, sondern als Orientierung für konkrete Entscheidungen.

Ich möchte digitale Systeme verstehen und mitgestalten, ohne ihre Abhängigkeiten aus dem Blick zu verlieren.

Kein einzelner Anbieter und keine einzelne Technologie löst alle Fragen der digitalen Souveränität. Entscheidend ist, welche Kontrolle tatsächlich möglich bleibt, wie transparent ein System arbeitet und welche Alternativen bestehen.

Meine Entscheidungen in der Praxis

Diese Haltung soll sich nicht nur in Worten zeigen. Sie beeinflusst auch, welche Werkzeuge ich für meine eigene Arbeit auswähle und wie ich meine Website aufbaue.

Ghost – unabhängig publizieren

Meine Website basiert auf Ghost, einer Open-Source-Publishing-Plattform, die von einer gemeinnützigen Organisation entwickelt wird.

Ghost ermöglicht mir, Inhalte selbst zu veröffentlichen und meine redaktionelle Arbeit auf einer eigenen Plattform zu organisieren. Ich bin damit nicht auf die Reichweite, Regeln und Darstellungsformen sozialer Netzwerke angewiesen.

Für mich ist das ein wichtiger Teil digitaler Unabhängigkeit: Inhalte, Veröffentlichungen und die eigene publizistische Identität sollten langfristig kontrollierbar bleiben.

Unicis – Informationssicherheit strukturiert bearbeiten

Für meine Arbeit an Informationssicherheit und Governance nutze ich Unicis.Tech.

Die Software bietet eine Open-Source-Community-Edition und kommerzielle Angebote. Dieser Ansatz ist für mich interessant, weil strukturierte Informationssicherheit auch für kleinere Organisationen zugänglich sein sollte.

Entscheidend ist dabei nicht allein, ob Software quelloffen ist. Ebenso wichtig sind der konkrete Funktionsumfang, die Betriebsform, die Datenverarbeitung und die Frage, wie gut sich die Lösung in die bestehende Organisation integrieren lässt.

Proton – Privatsphäre und digitale Selbstbestimmung

Für meine digitale Kommunikation nutze ich Proton, einen Schweizer Anbieter mit einem Schwerpunkt auf Privatsphäre und verschlüsselter Kommunikation.

Proton entstand 2014 aus einer Gruppe von Wissenschaftlern, die sich am CERN kennengelernt hatten. Die Mission des Unternehmens verbindet den Schutz persönlicher Daten mit der Vorstellung eines Internets, das den Menschen dient.

Proton ist zugleich ein kommerzieller Anbieter. Die Proton Foundation, eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Genf, ist Hauptaktionärin des Unternehmens. Auch hier gilt deshalb: Nicht ein einzelnes Etikett entscheidet über digitale Souveränität. Wichtig sind die konkreten Eigenschaften der Dienste und die bewusste Abwägung ihrer Vor- und Nachteile.

Firefox – Wahlfreiheit beim Zugang zum Internet

Mit Firefox nutze ich einen Browser, der aus einem Open-Source-Projekt hervorgegangen ist und zu einer vielfältigen Browserlandschaft beiträgt.

Die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Technologien zu wählen, ist wichtig. Offene Standards und Interoperabilität helfen dabei, das Internet nicht von einem einzigen geschlossenen Ökosystem abhängig werden zu lassen.

Diese Beispiele sind keine Behauptung, dass einzelne Produkte grundsätzlich überlegen oder vollkommen unabhängig wären. Sie zeigen vielmehr, dass ich meine Entscheidungen bewusst treffe und ihre Grundlagen hinterfrage.


Die Architektur meiner Website

set up by Andreas Roßmann

Die Grafik veranschaulicht den technischen Aufbau meiner Website und die beteiligten Dienste. Sie soll Zusammenhänge und Abhängigkeiten sichtbar machen.

Meine Website wird auf einer Infrastruktur von Hetzner in Europa betrieben. Beim Aufbau achte ich darauf, die Zahl der eingesetzten Dienste und unnötige externe Datenflüsse zu begrenzen.

Dazu gehört auch, technische Entscheidungen nicht allein nach Bequemlichkeit zu treffen. Hosting, Content-Management, Kommunikation und weitere Dienste sollen nachvollziehbar zusammenspielen.

Ein europäischer Serverstandort Helsinki ist allerdings keine pauschale Garantie dafür, dass sämtliche rechtlichen Zugriffe ausgeschlossen sind. Dafür müssen die tatsächlichen Datenflüsse, eingesetzten Dienste, Vertragsverhältnisse und rechtlichen Zuständigkeiten betrachtet werden.

Die Grafik ist deshalb als Überblick zu verstehen, nicht als vollständiger Sicherheitsnachweis. Sie macht meine Architekturentscheidungen nachvollziehbarer und bietet einen Ausgangspunkt, um sie zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

DOCUMENT · VERIFY · GOVERN

Diese drei Prinzipien verbinden meine Arbeit in der Projektentwicklung, Informationssicherheit, beim Aufbau eines ISMS und bei der Vorbereitung auf ISO 27001.

DOCUMENT

Informationen, Strukturen, Prozesse und Nachweise erfassen und nachvollziehbar dokumentieren.

VERIFY

Informationen und Quellen prüfen. Zwischen Nachweis, Annahme und offenen Fragen unterscheiden.

GOVERN

Aus Erkenntnissen klare Verantwortlichkeiten, Entscheidungen und kontrollierbare Prozesse entwickeln.

Diese Prinzipien gelten auch für meine eigene Arbeit. Aussagen sollen nachvollziehbar sein, Quellen überprüft und offene Fragen als solche benannt werden.

Unabhängig in der Vorbereitung

Ich arbeite unabhängig von Zertifizierungsstellen und führe selbst keine Zertifizierungen durch.

Meine Rolle ist es, zu analysieren, vorzubereiten, zu strukturieren und Projekte zu begleiten.

Wenn eine unabhängige Prüfung oder Zertifizierung erforderlich ist, erfolgt diese durch die dafür zuständige externe Stelle.

Vorbereitung und unabhängige Zertifizierung gehören nicht in dieselbe Hand.

Diese Trennung ist für mich ein wesentlicher Bestandteil einer nachvollziehbaren und vertrauenswürdigen Zusammenarbeit.

Sicherheit ist ein Zustand, kein Dokument.

Dokumentation ist für mich kein Selbstzweck. Sie soll Informationen, Entscheidungen, Verantwortlichkeiten und Prozesse verständlich und nachvollziehbar machen.

Ich glaube nicht an unnötige Komplexität. Strukturen müssen zur jeweiligen Organisation passen und in der Praxis verstanden, angewendet, überprüft und weiterentwickelt werden können.

Wenn etwas fehlt, wird es benannt.
Wenn ein Nachweis fehlt, wird das sichtbar.
Wenn eine Anforderung unklar ist, wird sie geklärt.

Unabhängig. Nachvollziehbar. Praktisch.

Raeume · Daten · Vertrauen

Bei physischen und digitalen Infrastrukturen greifen unterschiedliche Ebenen ineinander.

  • Das Gebäude: Projektentwicklung, Umnutzung, Genehmigung und Betrieb im regulierten Umfeld.
  • Die Nutzer: Organisationsstrukturen, Digitalisierung und Nutzung von Gebäude- und Betriebsdaten.
  • Die Absicherung: Governance, Informationssicherheit und Nachweisbarkeit für beides.

Diese Perspektive verbindet meine Arbeit an Projekten mit meiner heutigen Tätigkeit im Bereich Informationssicherheit. Technik, Menschen, Prozesse und Verantwortung lassen sich nicht sinnvoll voneinander trennen.

Aus der Praxis

Ein Anbieter von 3D-Gebäudescans und virtuellen Rundgängen erfasst Museen, Ausstellungen, Immobilien und Gewerbeflächen in ganz Deutschland. Die dabei entstehenden digitalen Abbilder zeigen Räume detailliert und können deshalb sicherheitsrelevant sein.

Gemeinsam bauen wir ein Informationssicherheits-Managementsystem auf, das die Grundlage für eine spätere Zertifizierung nach ISO 27001 legen soll.

Hier treffen Projektentwicklung, digitale Infrastruktur und Informationssicherheit unmittelbar aufeinander.

Wie Inhalte entstehen

Ich schreibe die Texte auf dieser Website mit Unterstützung von KI. Sie hilft mir bei Recherche, Gliederung, Formulierung und Übersetzung. Jeden Text prüfe, überarbeite und gebe ich selbst frei. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei mir.

Für den Einsatz von KI habe ich mich gezielt weitergebildet und arbeite täglich damit. Ich kenne ihre Stärken und Grenzen. Deshalb prüfe ich Fakten, Zahlen und Rechtsverweise möglichst anhand der Originalquellen.

Die Titelbilder einzelner Artikel sind abstrakte Grafiken, die ich mit KI erstelle. Sie zeigen keine realen Personen, Orte oder Ereignisse.

Beim Besuch dieser Website werden keine Besucherdaten an KI-Dienste übermittelt. KI kommt bei der Erstellung und Bearbeitung von Inhalten zum Einsatz, nicht als Bestandteil der Website, der Besucherdaten an einen KI-Dienst weiterleitet.

Ich lege den Einsatz von KI offen, weil Nachprüfbarkeit zu meiner Arbeitsweise gehört. Für die rechtliche Einordnung beachte ich unter anderem die EU-KI-Verordnung (EU) 2024/1689, insbesondere die Transparenzanforderungen in Artikel 50.

Vertrauen entsteht durch Nachvollziehbarkeit.

Ich möchte nicht, dass man mir allein aufgrund meiner Aussagen vertraut. Ich möchte meine Arbeitsweise, meine Entscheidungen und die Grundlagen meiner Empfehlungen verständlich machen.

Transparenz bedeutet für mich nicht, dass jedes technische Detail auf einer Website stehen muss. Sie bedeutet, relevante Entscheidungen offenzulegen, Grenzen zu benennen und Aussagen überprüfbar zu halten.

Kontrollierte Souveränität für digitale Vorhaben.

Anbei Empfehlungen von Seiten die nützlich und lesenswert sind.

Digitalrechte.de
Zentrum für Digitalrechte und Demokratie
Information is Beautiful
Distilling the world’s data, information & knowledge into beautiful infographics & visualizations
Space Junk View — live 3D orbital debris tracker
Watch every tracked satellite and piece of space junk orbit Earth live in 3D. Over 31,000 objects, propagated in real time in your browser.
Identity Leak Checker
Thinking Machines Lab
Connectionism: Research Blog by Thinking Machines Lab